AUFBRÜCHE IN DIE DIGITALE GESELLSCHAFT

Ein Forschungsprojekt des Zentrums für Zeithistorische Forschung

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Digitalgeschichte ausstellen und vermitteln

Wie lässt sich Computertechnologie im Museum präsentieren, wenn einer ihrer essenziellen Bestandteile die Software ist, also die In-Betrieb-Name des Rechners durch den Nutzer? Um dieser Frage nachzugehen, kam die Fachgruppe Computergeschichte der Gesellschaft für Informatik diesen Samstag, 20. Januar 2018, im Oldenburger Computermuseum zu ihrer vierten Sitzung zusammen und widmete sich dem Thema der (Aus-) Stellung des Computers. Diskutiert wurde vor allem an Hand der hands-on Ausstellung des dortigen Computermuseums, das Minicomputer in Betrieb zeigt. [direkt zum Programm]

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Computer und Zukunft

Kaum eine Technologie der 1960er-Jahre war derartig stark mit der Zukunft verbunden wie der Computer. Er schaffte es selbst zum „Man of the Year“ des Time Magazine im Jahr 1982. Auf zwei Panels zu „Computers and Futures“ auf der Jahrestagung der Society for the History of Technology (SHOT 2017) in Philadelphia spürten Historiker der Verbindung von Computern und der Zukunft in ganz verschiedenen Staaten nach. Mit dabei war unser Projektgruppenmitarbeiter Martin Schmitt. Er präsentierte dort am Beispiel seines Dissertationsthema zur „Digitalisierung der Kreditwirtschaft“ wie Zukunftsvorstellungen in Ost- und Westdeutschen Banken mit der Computertechnologie verknüpft waren. Auf einem Kanadischen Blog erschien darüber nun ein erster Konferenzbericht von Dick van Lente:

Computers and Futures

 

Foto Credit: Roberto Brosan, George Segal, Parts of the image used for scientific Purposes only

Workshopbericht „Computersubkulturen“

Am 24. und 25. März kamen internationale Forscher in Zürich zusammen, um die subkulturelle Computernutzung vor dem Internetzeitalter zu historisieren. Die Forschung zur Computergeschichte hatte lange Zeit einen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Maschinen gelegt. Die Arbeiten konzentrierten sich zumeist auf die USA, sowie Mittel- und Westeuropa. Bei diesem Workshop zeigte sich, dass diese Zentren aufgebrochen werden und die Forschung zunehmend Nord-, Ost- und Südeuropa behandelt. Mittlerweile finden sich auch zahlreiche Arbeiten, die sich mit der Anwendung der Computer in Firmen und Institutionen befassen. Der Fokus rückt damit näher an eine Alltagsgeschichte heran, in der die kulturellen und sozialen Einflüsse der neuen Technologie herausgearbeitet werden. Die Computersubkulturen wurden dabei lange marginalisiert, wie Spieler oder Cracker, während bei Hackern immer noch Mythen dominieren.

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Workshop „Home Computer Subcultures and Society Before the Internet Age“


Mit den Heimcomputern entwickelten sich weltweit Computer-Subkulturen, die auf die Verbreitung, Nutzung und auch Entwicklung von Computertechnologie einwirkten. Am 24. und 25. März findet nun in Zürich ein Workshop zu diesen Subkulturen der Computernutzung statt.

Gleb J. Albert (Universität Zürich), Markku Reunanen (Aalto Universität, Helsinki) und Julia Erdogan (ZZF Potsdam) haben zahlreiche internationale Forscher geladen, sich über die gesellschaftliche Dimension der subkulturellen Computernutzung auszutauschen und Perspektiven und Stand der Forschung aufzuzeigen. Der Workshop liefert einen breiten Blick, sowohl auf die Geschichte in verschiedenen Ländern, als auch auf verschiedene Computerkulturen selbst. Wie entstanden beispielsweise subkulturelle Computergruppen in Griechenland? Welche Rolle spielten Mailboxen in Finnland, Deutschland, den USA oder der Schweiz? Und wie verhielt es sich mit Computerfreaks im Osten Europas?
Das ganze Programm ist bereits bei hsozkult zu finden: http://www.hsozkult.de/event/id/termine-33330?title=home-computer-subcultures-and-society-before-the-internet-age&recno=3&q=&sort=&fq=&total=838

Interessenten können sich bis zum 22. März bei Gleb Albert anmelden: gleb.albert@uzh.ch

Bild: Commodore 64 (Source = Bill Bertram |Date = Created 8 June, 2005 |Author = Bill Bertram |Permission = Cc-by-2.0)