Ausschnitt des Mosaiks von Fritz Eisel, „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ Wissenschaftler vor technischen Bedienelementen

Die Geschichte des Potsdamer Rechenzentrums: Sozialistische Computernutzung und die Digitalisierung in Ostdeutschland

Auf welcher Nutzungsidee basierte der Bau des einst „Datenverarbeitungszentrums“ genannten Baus? Welche technologischen und gesellschaftlichen Konzpete lagen diesem zu Grunde? Martin Schmitt wirft in seinem Beitrag einen technikhistorischen Blick auf den politisierten Ort: „Die Geschichte des Potsdamer Rechenzentrums: Sozialistische Computernutzung und die Digitalisierung in Ostdeutschland“ auf lernort-garnisonkirche.de/?p=456

 

Digitalgeschichte trifft Kunst

Wie kann ein Dialog von Digitalgeschichte und Kunst aussehen? In ihrem interdisziplinären Gespräch gingen der Potsdamer Künstler Rudi Fischer und Martin Schmitt von der TU-Darmstadt / ZZF Potsdam grundlegenden Themen des Digitalen Zeitalters aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund. Sie sprachen am historischen Ort des ehemaligen Datenverarbeitungszentrums Potsdam über die Diskurse der Digitalisierung, von der Ersetzung des Menschen, über die Überwachung und die Arbeit im Finanzmarktkapitalismus bis hin zu Filterblasen und Informationsströmen. Anlass des Gespräches war die aktuellen Ausstellung „Zeichen der Zeit“ im Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, Potsdam. Im Gespräch entstanden neue Blickwinkel und überraschende Erkenntnisse, beispielsweise zur materiellen Standardisierung des Digitalen.

Text: Martin Schmitt
Video: Rudi Fischer, Container Art Care

Martin Schmitt mit den Kommissionsmitgliedern. Von links nach rechts: André Steiner, Dominik Geppert, Martin Schmitt, Martin Heßler, Frank Bösch

Martin Schmitt schließt erfolgreich seine Dissertation zur „Digitalisierung der Kreditwirtschaft“ ab

Martin Schmitt hat am 16. März 2020 erfolgreich seine Dissertation „Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft. Computereinsatz in den Sparkassen der Bundesrepublik und DDR, 1957-1991“ an der Universität Potsdam mit magna cum laude verteidigt. Die Betreuer_innen der Arbeit, Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam) und Martina Heßler (TU Darmstadt) hoben in ihren Gutachten die Pionierarbeit hervor, die Schmitt für die Erforschung der Geschichte der Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft mit großer Akribie geleistet hat. Als Endnote bewerteten sie die Dissertation mit einem guten magna cum laude.

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Arbeiter vor Computerbildschirm

Einladung: Computernutzung in der DDR – Das Potsdamer Rechenzentrum und die Digitalisierung in Ostdeutschland

22.02.2018, 18-20 Uhr  |  Kosmos, EG Rechenzentrum Potsdam  |  Dortustr. 46, Potsdam

Auch in der DDR gewann bereits seit Ende der 1950er Jahre die Nutzung von Computern rasant an Bedeutung. Vor allem Rechenzentren übernahmen dabei, wie auch in Potsdam, seit den 1960er Jahren die digitale Datenverarbeitung. Welche Aufgaben hatten die Großrechner hier? Welche Folgen hatte ihr Einsatz im Sozialismus? Und warum gelang es der DDR, mit die fortschrittlichste Computertechnologie im Sozialismus zu errichten, aber nicht, an die Computertechnik im Westen anzuschließen?

Experten für Computergeschichte vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) diskutieren diese Fragen mit Zeitzeugen, die im Potsdamer Rechenzentrum einst gearbeitet haben. Damit wird die Geschichte eines Gebäudes erkundet, dessen möglicher Abriss derzeit öffentlich heiß diskutiert wird.

Wir laden Sie herzlich ein, zu kommen und mitzudiskutieren. Im Foyer des Rechenzentrums werden zudem einige Exponate von Kleinrechnern aus den 1980er-Jahren gezeigt, die im Rechenzentrum zum Einsatz kamen.

Programm & Einladung: „Computernutzung in der DDR: Das Potsdamer Rechenzentrum und die Digitalisierung in Ostdeutschland“

Twitter: #rzpotsdam

Facebook: https://www.facebook.com/events/1820207508278763/

Text: Martin Schmitt, Frank Bösch

Titelbild: Adam Sevens

.computerisierung

Abschlusstagung: „Wege in die digitale Gesellschaft. Computer und Gesellschaftswandel seit den 1950er Jahren“, 30.-31. März 2017, Potsdam

Welche Verbindung gab es zwischen digitalem und sozialem Wandel in Deutschland zwischen 1950-1990? Diese Frage stand von Beginn an im Mittelpunkt unseres von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Forschungsprojektes. Nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit ist nun der Moment gekommen, die Ergebnisse unserer Untersuchungen mit der breiten Fachöffentlichkeit zu diskutieren. Hierzu laden wir herzlich vom 30.-31. März 2017 an das ZZF Potsdam. Das vollständige Programm:

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