AUFBRÜCHE IN DIE DIGITALE GESELLSCHAFT

Ein Forschungsprojekt des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung

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Film "Alles ist eins. Außer der 0"

Film „Alles ist eins. Außer der 0“ über Wau Holland und den Chaos Computer Club

Am 29. Juli 2001 starb Wau Holland mit nur 49 Jahren infolge eines Schlaganfalls in Bielefeld. Wau Holland, eigentlich Herwart Holland-Moritz, prägte die deutsche Hackergeschichte und vor allem den berühmten Chaos Computer Club (CCC) maßgeblich. Der Film „Alles ist eins. Außer der 0“ widmet sich dieser besonderen Persönlichkeit der Zeitgeschichte. Nachdem der Filmstart aufgrund von Corona  einige Male verschoben werden musste, liegt der offizielle Kinostart nun auf Wau Hollands 20. Todestag. Klaus Maeck, der Wau Holland noch persönlich kennengelernt hat, und Tanja Schwerdorf setzen bei ihrem Dokumentarfilm vor allem auf Originalaufnahmen aus den 1980er und 1990er Jahren.

Der CCC hat eine Liste mit allen Kinos erstellt, die den Film in den kommenden Tagen zeigen, darunter auch Termine mit den beiden Filmemacher*innen. In einigen Städten werden auch Filmpatinnen und –paten in den Film einführen, darunter zahlreiche Bekannte Wau Hollands. Julia Gül Erdogan, die zu den Hackern in der Bundesrepublik und DDR promoviert hat, wird den Film am Samstag den 31.7. im Kino Thalia in Potsdam als Filmpatin begleiten.

Bildungscomputer A5105

[Neue Forschungsprojekte] Bildung und Computer in der DDR

Digitalgeschichte ist derzeit eines der dynamischsten Themenfelder der internationalen Technikgeschichte. Immer wieder entstehen neue, interessante Forschungsprojekte in diesem Bereich. In loser Reihenfolge wollen wir an dieser Stelle in der Kategorie „Neue Forschung“ auf neue Projekte aufmerksam machen, die sich im Themenbereich der deutschen Digitalgeschichte bewegen, aber nicht notwendiger Weise von uns sind. Den Auftakt macht das Dissertationsprojekt «Counting on Computers: New Information Technologies and Curricular Change in East Germany, 1980-1995» von Carmen Flury von der Pädagogischen Hochschule Zürich.

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Neu erschienen: „Avantgarde der Computernutzung“

Cover des Buchs "Avantgarde der Computernutzung"

Hackerkulturen der Bundesrepublik und der DDR. Vor wenigen Tagen erschien die Publikation unserer Projektmitarbeiterin Julia Erdogan. Seit den späten 1970er-Jahren entwickelten sich Hacker und Haecksen zu eigensinnigen Computer-Nutzer*innen mit einschlägigem Wissen. Sie eigneten sich das Medium spielerisch an, schufen Kontakträume und brachten sich aktiv in den Prozess der Computerisierung ein. Julia Erdogan skizziert in ihrem neuen Buch, wie die teils subversiven Praktiken Machtgefüge in beiden deutschen Staaten herausforderten.

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Dr. Martin Schmitt im Interview mit Sven Vößing auf der B3 Biennale des Bewegten Bildes 2020 in Frankfurt: "Games. Political and cultural influence of the Eastern Block computing"

„Politische und kulturelle Einflüsse auf die Geschichte der Digitalisierung im Ostblock“ – ein Interview mit Dr. Martin Schmitt auf der B3 Biennale 2020

Computerspiele verbreiteten sich in den 1980er-Jahren auch im Ostblock rasant. Sie wurden zu einem Medium der Selbstverwirklichung und Freiheit in den strikten sozialistischen Regimen. Was aber war der breitere historische Kontext dieser Entwicklung? Dr. Martin Schmitt geht in seinem Interview auf der B3 Biennale des Bewegten Bildes in Frankfurt den politischen und kulturellen Einflüssen nach, die auf die Computerspielentwicklung und die breitere Digitalgeschichte des Ostblocks wirkten. Das Interview war Teil einer Reihe von Interviews zu Computerspielen hinter dem Eisernen Vorhang.

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