Julia Erdogan – .computerisierung https://www.computerisierung.com Mon, 29 Feb 2016 12:48:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Zwei aktuelle Rezensionen zur Geschichte der Informationsgesellschaft erschienen https://www.computerisierung.com/?p=541 https://www.computerisierung.com/?p=541#respond Mon, 29 Feb 2016 10:39:28 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=541 Vergangene Woche erschienen zwei neue Rezensionen unserer Projektmitarbeiter zur Geschichte der Informationsgesellschaft. Julia Erdogan las den Sammelband über Ada Lovelace der aufzeigt wann, wo und wie Frauen in der Geschichte der Computer mitgewirkt haben und unsichtbar gemacht wurden. Martin Schmitt ist positiv überrascht von Ronald R. Klines „Cybernetic Moment“, mit er die bisher umfassendste und detaillierteste Darstellung der Geschichte der Kybernetik vorlegt und darin der Frage nachgeht, wie unsere Zeit zum „Informationszeitalter“ wurde.

Cover S. Krämer (Hrsg.): Ada Lovelace

Krämer, Sybille (Hrsg.): Ada Lovelace. Die Pionierin der Computertechnik und ihre Nachfolgerinnen, Paderborn 2015. ISBN: 978-3-7705-5986-2; 221 S., 13 Grafiken, 10 SW-Abb.
von Julia Erdogan, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, <Julia.Erdogan@rub.de>(Rezension redaktionell betreut von Jan-Holger Kirsch)

Sie ist die angeblich erste „Programmiererin“ der Geschichte: Ada Lovelace, eigentlich Augusta Ada Byron King, Countess of Lovelace. Sie wurde 1815 geboren und starb bereits mit 36 Jahren an Krebs. Der Sammelband nimmt Lovelace als Ausgangspunkt einer Untersuchung über Frauen in der Computernutzung, -anwendung und -entwicklung. Hervorgegangen ist der Band aus der Sonderausstellung „Am Anfang war Ada. Frauen in der Computergeschichte“ des Heinz Nixdorf MuseumsForums (September 2015 – Juli 2016), die mit Lovelaces 200. Geburtstag zusammenfällt.[1] Gegliedert ist das Buch in drei Teile: Der erste Teil widmet sich der Protagonistin selbst. Der zweite Teil befasst sich mit Frauen und Computertechnologie im 20. Jahrhundert, und im letzten Teil berichten Frauen von Erfahrungen und aktuellen Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung.  [weiterlesen]

 

 

Cover R. Kline: The Cybernetics Moment

Kline, Ronald R.: The Cybernetics Moment. Or Why We Call Our Age the Information Age, Baltimore 2015. ISBN: 978-1-4214-1671-7; XI, 336 S., 10 Abb.
von Martin Schmitt, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, <schmitt@zzf-pdm.de>(Rezension redaktionell betreut von Jan-Holger Kirsch)

Der große Traum der kybernetischen Theoretiker lag darin, die Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften einzureißen und eine universelle Inter-Disziplin zu erschaffen. Ihr außergewöhnlicher Erfolg liegt in ihrer anhaltenden, wenn auch indirekten Prägekraft bis heute. Kognitionswissenschaftler, Molekularbiologen und andere Wissenschaftler konzipieren ihre Forschungsgegenstände in Form von Strömen, Rückkoppelungen und Informationsverarbeitung. Die der Kybernetik entlehnte Informationstheorie ist in der Technologie verbaut, die wir jeden Tag verwenden, von Festplatten über Smartphones bis hin zum Internet als der Infrastruktur des so genannten Informationszeitalters. Der US-amerikanische Wissenschafts- und Technikhistoriker Ronald Kline analysiert in seinem Buch die Ursprünge der Kybernetik; er fragt, wie ihre Protagonisten dem Narrativ zu einem so gewaltigen Aufschwung verhalfen, dass wir unsere Epoche heute ganz selbstverständlich als Informationszeitalter bezeichnen. Den Schwerpunkt seiner Erzählung legt er allerdings auf die weniger geraden Stränge eines kybernetischen Diskurses, der nach einer Hochphase in den 1950er-Jahren ausfaserte und verblasste, während seine Prinzipien weiterlebten.  [weiterlesen…]

 

Text: Martin Schmitt, Julia Erdogan

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Computerisierung auf der Langen Nacht der Wissenschaften https://www.computerisierung.com/?p=319 https://www.computerisierung.com/?p=319#respond Sun, 14 Jun 2015 15:26:15 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=319 Über Wissenschaft in der Öffentlichkeit und unser Forschungsprojekt bei der „klügsten Nacht des Jahres“ in Berlin. Von Martin Schmitt

Auf der Langen Nacht der Wissenschaften, die am Sonntag dem 13. Juni in Berlin und Potsdam stattfand, stellte unsere Projektmitarbeiterin Julia Erdogan der interessierten Öffentlichkeit unser Gesamtprojekt und ihr Teilprojekt zu den Hackern in Deutschland vor. Im historischen Gebäude des Naturkundemuseums, in dem sich die Institute der Leibniz Gemeinschaft präsentierten, verdeutlichte sie die historische Entwicklung von Hackern und deren öffentlicher Wahrnehmung zwischen Watchgroup und krimineller Bedrohung. Es gelang den Hackern in Deutschland seit den 1980er-Jahren durch zahlreiche öffentlichkeitswirksame Aktionen nicht nur, auf die Sicherheitslücken der Computersysteme aufmerksam zu machen, sondern zugleich dazu beizutragen, die positive Schaffenskraft des Computers in einer demokratischeren Gesellschaft zu etablieren. Zerstörerische Elemente der Hackerhandlungen deutete Julia Erdogan mit Schumpeter als konstruktiver Erneuerungsfaktor und damit als kreatives Element. Hacker seien bis heute eine sehr heterogene Gruppe, welche die Lust am Handeln mit und durch den Computer charakterisiere.

Neben Fragen zur generellen Ausrichtung des Projektes identifizierten sich das Publikum stark mit der historischen Computerentwicklung und schwelgte in Erinnerung an die erste verschickte Mail und den ersten Computer. Aber auch kritischere Fragen bewegten die anwesenden Bürger und Bürgerinnen: Wie viele Hacker gab es denn überhaupt in Deutschland? Und wie war ihre Situation in der DDR? Gab es einen Linux-Zwang unter den Hackern, also folgten sie nicht selbst einer normierenden, standardisierenden Subkultur?

Julia Erdogan und mit ihr das Projekt zur Computerisierung in BRD und DDR erzeugten ein großes öffentliches Interesse und trugen zu einer gelungenen langen Nacht der Wissenschaften in Berlin bei, auf der sich die Wissenschaft in all ihren Facetten zeigte. Zu sehen waren computertechnologischen Neuerungen in den T-Labs der TU Berlin über die vielfältigen Erfahrungsangebote wissenschaftlicher Produkte wie in der Hochspannungshalle des Institutes für Energie- und Automatisierungstechnik oder den Berliner Bibliotheken bis hin zu Science Slams als locker aufbereitete Ergebnispräsentation.

Höhepunkte der Langen Nacht war dann neben dem Feuerwerk der gemeinsame Science Slam der TU Berlin, der UDK und der HDK im komplett vollen Audimax der TU-Berlin. Ihn gewann der spontan eingesprungene Tobias Hölzer mit einem humorigen Slam über die Zukunft des Computings. Er zeigte an Hand einer Dating-Situation zwischen Mann und Frau die Funktionsweisen moderner Quantencomputer. Aus Computerisierungs-Perspektive war daran vor allem die Annahme spannend, die gesamte soziale wie auch physische Welt als berechenbar anzusehen – wenn man nur den ausreichend leistungsfähigen Computer dazu hat. Die Forschung an den Quantencomputern stehe noch sehr am Anfang, betonte Hölzer. Aber die Entwicklungen seien rapide. Als Anwendungsgebiete sieht er vor allem Big-Data-Suchen, ausgefeilte Simulationen der Welt, bis hin zu unknackbarer Kryptografie, beispielsweise für Geheimdienste. Es ist spannend, was in den nächsten Jahren hier auf uns und die Gesellschaft zukommen.

Insgesamt besuchten fast 27.000 Besucher die Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin. Sie bekamen einen Einblick in die Welt der Wissenschaften, der ihnen all zu häufig verschlossen bleibt und nahmen ein Stück der Begeisterung mit nach Hause, mit der vor allem die jungen Wissenschaftler mit leuchtenden Augen von ihren Projekten erzählten.

  • Science Slam
    Science Slam

Autor: Martin Schmitt
Bildrechte:

Creative Commons Lizenzvertrag
Dieses Werk von Martin Schmitt ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

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ARD-alpha sendet Historyslam am 21.10 um 19 Uhr https://www.computerisierung.com/?p=163 https://www.computerisierung.com/?p=163#respond Sun, 12 Oct 2014 14:19:15 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=163 Auf dem 50. Deutschen Historikertag, der vom 23.-26.09.2014 in Göttingen stattfand, gewann unserer Projektmitarbeiterin Julia Erdogan den Publikumspreis des History Slams. ARD-alpha sendet nun am 21.10.2014 um 19:00 Uhr einen Beitrag über den History Slam mit dem Titel „Historiker, Hacker und Heimwerker“. ARD-alpha ist der Bildungskanal der ARD und per Livestream im Internet frei zu empfangen. Zudem ist der Sender digital flächendeckend in Deutschland über das Kabelnetz und auch über Satellit und IPTV empfangbar. Nach der Ausstrahlung ist der History Slam in der Mediathek verfügbar.

Bildrechte: By Bayrischer Rundfunk (selfmade with Inkscape) [Public domain], via Wikimedia Commons. Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AARD_alpha.svg

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Julia Erdogan gewinnt History Slam https://www.computerisierung.com/?p=1 https://www.computerisierung.com/?p=1#respond Fri, 05 Sep 2014 08:12:39 +0000 http://192.168.10.223/wpcom/?p=1 Ohne zu hacken, dafür mit einer tollen Performance: Julia Erdogan (6. v. l.), Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am ZZF Potsdam in  unserem Projekt „Aufbrüche in die digitale Gesellschaft“, gewann am 24. September 2014 den ersten HistorySlam in der Geschichte des Historikertages. In einer knappen Stichwahl setzte Sie sich gegen Marco Helbig durch, der durch seine gerappte Stadtgeschichte Leipzigs das Publikum ebenso zu begeistern wusste. Auch im Jurypreis sahnte Julia Erdogan ab: Sie erhielt den 2. Platz in der Gesamtwertung. Der Historikertag fand vom 23.-26. September 2014 in Göttingen statt.

Bildquelle: Twitter @historikertag pic.twitter.com/BiV4SSYto

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