Potsdam – .computerisierung https://www.computerisierung.com Fri, 26 Jun 2020 16:35:54 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0 Die Geschichte des Potsdamer Rechenzentrums: Sozialistische Computernutzung und die Digitalisierung in Ostdeutschland https://www.computerisierung.com/?p=1228 https://www.computerisierung.com/?p=1228#respond Fri, 26 Jun 2020 16:35:54 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=1228 Auf welcher Nutzungsidee basierte der Bau des einst „Datenverarbeitungszentrums“ genannten Baus? Welche technologischen und gesellschaftlichen Konzpete lagen diesem zu Grunde? Martin Schmitt wirft in seinem Beitrag einen technikhistorischen Blick auf den politisierten Ort: „Die Geschichte des Potsdamer Rechenzentrums: Sozialistische Computernutzung und die Digitalisierung in Ostdeutschland“ auf lernort-garnisonkirche.de/?p=456

 

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Digitalgeschichte trifft Kunst https://www.computerisierung.com/?p=1222 https://www.computerisierung.com/?p=1222#comments Tue, 16 Jun 2020 17:10:43 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=1222 Wie kann ein Dialog von Digitalgeschichte und Kunst aussehen? In ihrem interdisziplinären Gespräch gingen der Potsdamer Künstler Rudi Fischer und Martin Schmitt von der TU-Darmstadt / ZZF Potsdam grundlegenden Themen des Digitalen Zeitalters aus unterschiedlichen Perspektiven auf den Grund. Sie sprachen am historischen Ort des ehemaligen Datenverarbeitungszentrums Potsdam über die Diskurse der Digitalisierung, von der Ersetzung des Menschen, über die Überwachung und die Arbeit im Finanzmarktkapitalismus bis hin zu Filterblasen und Informationsströmen. Anlass des Gespräches war die aktuellen Ausstellung „Zeichen der Zeit“ im Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, Potsdam. Im Gespräch entstanden neue Blickwinkel und überraschende Erkenntnisse, beispielsweise zur materiellen Standardisierung des Digitalen.

Text: Martin Schmitt
Video: Rudi Fischer, Container Art Care

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Martin Schmitt schließt erfolgreich seine Dissertation zur „Digitalisierung der Kreditwirtschaft“ ab https://www.computerisierung.com/?p=1153 https://www.computerisierung.com/?p=1153#respond Tue, 17 Mar 2020 16:22:46 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=1153 Martin Schmitt hat am 16. März 2020 erfolgreich seine Dissertation „Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft. Computereinsatz in den Sparkassen der Bundesrepublik und DDR, 1957-1991“ an der Universität Potsdam mit magna cum laude verteidigt. Die Betreuer_innen der Arbeit, Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam) und Martina Heßler (TU Darmstadt) hoben in ihren Gutachten die Pionierarbeit hervor, die Schmitt für die Erforschung der Geschichte der Digitalisierung in der deutschen Wirtschaft mit großer Akribie geleistet hat. Als Endnote bewerteten sie die Dissertation mit einem guten magna cum laude.

Martin Schmitt gelang es in seiner Dissertation, am Beispiel der Banken und Sparkassen den Verlauf breiterer Digitalisierungsprozesse in der deutschen Wirtschaft seit Mitte der 1950er-Jahre bis zur Wiedervereinigung aufzuzeigen. Er analysierte, warum Sparkassen in beiden deutschen Staaten Computer einsetzten und welche Veränderungen sich in Wechselwirkung von Computertechnik mit dem Bankbetrieb für Mitarbeiter_innen wie Kund_innen ergaben. Während Kreditinstitute anfangs noch mit dem Computereinsatz experimentierten, wurde er seit den 1970er-Jahren für sie unverzichtbar. Einen besonderen Wert legte Martin Schmitt auf Betrachtung von Software als neue Quellegattung, in der Programmierer_innen die Betriebsprozesse der Sparkassen abbildeten. In seiner vergleichend angelegten Studie zeigte Schmitt zudem auf, wie sich die Digitalisierungsprozesse in einem sozialistisch-planwirtschaftlichen und marktwirtschaftlich-kapitalistischen System unterschieden. In beiden deutschen Staaten war die Digitalisierung der Kreditwirtschaft keine lineare Erfolgsgeschichte, veränderte die Institute aber von Grund auf.

Während der Arbeit am Dissertationsprojekt war Martin Schmitt als Doktorand am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam in Abteilung II, „Geschichte des Wirtschaftens“, sowie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und der Technischen Universität Darmstadt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. Seine Dissertation ist eines von vier Teilprojekten des von ZZF-Direktor Frank Bösch geleiteten Projekts „Aufbrüche in die digitale Gesellschaft. Computerisierung und soziale Ordnungen in der Bundesrepublik und DDR“, das im Rahmen des „Leibniz-Wettbewerb“ in der Förderlinie „innovative Vorhaben“ eingeworben und 2014-2017 von der Leibniz-Gemeinschaft finanziert wurde.

Text und Bild: Martin Schmitt

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Einladung: Computernutzung in der DDR – Das Potsdamer Rechenzentrum und die Digitalisierung in Ostdeutschland https://www.computerisierung.com/?p=799 https://www.computerisierung.com/?p=799#respond Mon, 29 Jan 2018 14:59:46 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=799 22.02.2018, 18-20 Uhr  |  Kosmos, EG Rechenzentrum Potsdam  |  Dortustr. 46, Potsdam

Auch in der DDR gewann bereits seit Ende der 1950er Jahre die Nutzung von Computern rasant an Bedeutung. Vor allem Rechenzentren übernahmen dabei, wie auch in Potsdam, seit den 1960er Jahren die digitale Datenverarbeitung. Welche Aufgaben hatten die Großrechner hier? Welche Folgen hatte ihr Einsatz im Sozialismus? Und warum gelang es der DDR, mit die fortschrittlichste Computertechnologie im Sozialismus zu errichten, aber nicht, an die Computertechnik im Westen anzuschließen?

Experten für Computergeschichte vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) diskutieren diese Fragen mit Zeitzeugen, die im Potsdamer Rechenzentrum einst gearbeitet haben. Damit wird die Geschichte eines Gebäudes erkundet, dessen möglicher Abriss derzeit öffentlich heiß diskutiert wird.

Wir laden Sie herzlich ein, zu kommen und mitzudiskutieren. Im Foyer des Rechenzentrums werden zudem einige Exponate von Kleinrechnern aus den 1980er-Jahren gezeigt, die im Rechenzentrum zum Einsatz kamen.

Programm & Einladung: „Computernutzung in der DDR: Das Potsdamer Rechenzentrum und die Digitalisierung in Ostdeutschland“

Twitter: #rzpotsdam

Facebook: https://www.facebook.com/events/1820207508278763/

Text: Martin Schmitt, Frank Bösch

Titelbild: Adam Sevens

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Abschlusstagung: „Wege in die digitale Gesellschaft. Computer und Gesellschaftswandel seit den 1950er Jahren“, 30.-31. März 2017, Potsdam https://www.computerisierung.com/?p=751 https://www.computerisierung.com/?p=751#respond Mon, 20 Feb 2017 13:01:31 +0000 http://www.computerisierung.com/?p=751 Welche Verbindung gab es zwischen digitalem und sozialem Wandel in Deutschland zwischen 1950-1990? Diese Frage stand von Beginn an im Mittelpunkt unseres von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Forschungsprojektes. Nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit ist nun der Moment gekommen, die Ergebnisse unserer Untersuchungen mit der breiten Fachöffentlichkeit zu diskutieren. Hierzu laden wir herzlich vom 30.-31. März 2017 an das ZZF Potsdam. Das vollständige Programm:

Zeit: 30.-31. März 2017
Beginn: Donnerstag, 30. März 2017, 10.00 Uhr
Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam, Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam
(Eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie hier)

Veranstalter: Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Organisation: Prof. Dr. Frank Bösch

Anmeldung:
Bis 23. März 2017 unter: koettnitz@zzf-potsdam.de
(Bitte mit Nennung der akademischen Anbindung und der Arbeitsschwerpunkte)

Die Etablierung des Computers zählt zu den wichtigsten gesellschaftlichen Veränderungen der jüngeren Zeitgeschichte. Bereits seit den 1950er Jahren setzten große Unternehmen, Behörden und das Militär Computer ein. Schon die Zeitgenossen diskutierten intensiv die Folgen der Computerisierung und bewerteten sie als einen tiefgreifenden Umbruch. Dennoch hat sich die Zeitgeschichtsforschung bislang kaum mit den Folgen der digitalen Veränderungen beschäftigt.

Die Tagung fragt nach den Verbindungen zwischen dem digitalen und sozialen Wandel. Sie untersucht die Wahrnehmungen, Gebrauchsweisen und die gesellschaftlichen Folgen der Computernutzung vor dem Internetzeitalter. Klassische Themen der Zeitgeschichtsforschung, wie die Geschichte der Arbeit, des Wohlfahrtsstaats und des Bankenwesens, der polizeilichen Überwachung oder des subversiven Protests, werden so neu perspektiviert.

Einen Schwerpunkt der Tagung bildet die Frage, auf welche Weise die digitale Datenverarbeitung Kontroll- und Machtgefüge veränderte. Dabei wird neben der Bundesrepublik auch die Computernutzung in der DDR betrachtet, um spezifisch sozialistische Entwicklungen und Interaktionen mit dem Westen auszumachen.

 

Das Programm finden Sie auch als Tagungsprogramm_Computerisierung_ZZF und auf der Webseite des ZZF Potsdam, auf der auch aktuelle Änderungen bekannt gegeben werden.

Text: Martin Schmitt, ZZF Potsdam

Bild: Martin Schmitt.

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