Heinz-Nixdorf-Kolloquium 2016: Vernetzte Welten

Viel wurde bisher geschrieben über die Entwicklung von Computernetzwerktechnologie und deren gesellschaftlichen Einsatz in den Vereinigten Staaten. Weniger ist bekannt darüber, wie eigentlich die Vernetzung Deutschlands sich vollzog. Dieser Frage soll im diesjährigen Heinz-Nixdorf-Kolloquium „Vernetzte Welten“ vom 24.-25. Oktober auf den Grund gegangen werden. Neben zahlreichen Wissenschaftlern wie Peter Sloterdijk oder Marc Weber vom CHM in Kalifornien wird auch unser Projektmitarbeiter Martin Schmitt dort einen Vortrag zu „Vernetzen Bankenwelt“ halten. 

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Martin Schmitt

Die Geschichte des Internet

Welche Narrative gibt es zur Geschichte des Internet? Am Samstagnachmittag interviewte das Deutschlandradio Kultur unseren Projektmitarbeiter Martin Schmitt, M.A. zu dieser Frage, die an der Schlüsselstelle des Aufbruchs in die Informationsgesellschaft liegt. Der kurze Beitrag wird am Mittwoch, dem 17. Juni 2015 zwischen 19:07 Uhr und 19:30 Uhr in der Sendung „Zeitfragen. Kultur und Gesellschaft“ zu hören sein.

Martin Schmitt schrieb am Seminar für Zeitgeschichte der Universität Tübingen seine Abschlussarbeit zur Frühgeschichte des Internet als kybernetischem System bei Prof. Anselm Doering-Manteuffel und Prof. Klaus Gestwa. In seiner Arbeit verband er die militärischen Ursprünge im ARPANET mit den wissenschaftlichen und gegenkulturellen Interesse der an der Entwicklung der Technologie beteiligten Akteure, die bis heute spürbar sind.

UPDATE: Der Beitrag ist seit gestern Abend auf der Webseite des Deutschlandradio Kultur „MILITÄR ODER GEGENKULTUR? Wer die Anfänge des Netzes prägte“ und als Podcast verfügbar.

 

Autor: Martin Schmitt

Bildrechte: Creative Commons Lizenzvertrag Martin Schmitt am Funkhaus Berlin von Martin Schmitt ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Die Verdatung der Welt

Forschung macht man nicht alleine. Vor allem nicht in einem so umfassenden Feld wie dem der Geschichte der Computerisierung. Das ist auch gut so, denn unser Projekt mit fünf Mann/Frau könnte die Fülle der Themen überhaupt nicht bearbeiten. Darum freuen wir uns immer wieder zu merken, wie viele spannende Projekte im Moment im Umfeld der Zeitgeschichte der Informationsgesellschaft entstehen. Und auch auf großen medialen Konferenzen wie der re:publica 2015 spielt die Geschichte der Computerisierung eine zentrale Rolle, enorm häufig wurde dort in den Beiträgen computerhistorisch argumentiert oder war die Geschichte des Digitalen Zeitalters selbst Gegenstand.

 

Aus diesem Grund soll in unserem Projektblog unter der Kategorie „Literaturhinweis“ auch immer wieder auf spannende Projekte und Publikationen verwiesen werden, die an anderen Instituten und Universitäten entstehen. Ein Anfang macht die Dissertation von Julia Fleischhack, „Eine Welt im Datenrausch: Computeranlagen und Datenmengen als gesellschaftliche Herausforderung in der Bundesrepublik Deutschland, 1965-1975“, die 2012 an der Universität Zürich abgeschlossen wurde und die Ende Juni 2015 erscheinen soll. Hier ein Auszug aus der Projektbeschreibung. In ihrer Dissertation verfolgte Frau Fleischhack

„… in erster Linie die Frage, wie der gesellschaftliche Umgang mit Daten zu einem zentralen Konfliktfeld des späten 20. Jahrhunderts wurde. Im Fokus stand mit den 1960er und 1970er Jahren die Frühphase der ›Computerisierung‹ in der Bundesrepublik Deutschland: Untersucht wurden u.a. neben der Entstehung(sgeschichte) der ersten Rechenzentren und den großangelegten Vernetzungsplänen und -visionen zum Datenaustausch in der öffentlichen Verwaltung auch die Ausweitung des Datenhandels und speziell der Datenerfassung von Personen im kommerziellen Bereich.“ (UZH, zuletzt abgerufen am 10.05.2015)

Autor: Martin Schmitt

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