CfP: 4th International Conference on History and Philosophy of Computing (HaPoC)

Im Oktober 2017 wird die vierte Konferenz zur „History and Philosophy of Computing“ stattfinden. Konferenzort ist nächstes Jahr die tschechische Stadt Brno. Dort fand 1968 mitten im Prager Frühling die erste kybernetische Ausstellung zur Verbindung von Kunst und Computer innerhalb des Ostblocks statt. Aus diesem Grund widmet sich die Konferenz 2017 jenseits der Fragen nach Computerisierung und Technikgeschichte insbesondere der digitalen Kunst.

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Call for Papers für die Jahrestagung der Gesellschaft für Technikgeschichte 2017

Kommenden Mai trifft sich die Gesellschaft für Technikgeschichte zu ihrer Jahrestagung in Braunschweig. Der Call for Paper bezieht sich dabei explizit auf die Forschung zur Computerisierung. So wird danach gefragt „wie die Digitalisierung der Lebens- und Ar-beitswelt vonstatten ging, mit welchen Bildern, Symboliken, Visionen und Wahrnehmungsweisen sie verbunden war“. Beiträge können bis zum 16. Januar 2016 eingereicht werden.

 

Call for Papers für die Jahrestagung der Gesellschaft für
Technikgeschichte 2017
Veranstaltungsort: TU Braunschweig
19.-21.5.2017

Deadline: 16.1.2017

Technisierte Umwelten
Die Schaffung hoch¬techni¬sierter Umwelten und künstlicher
Räume basiert auf technischen Systemen und
Steuerungsansätzen, die auf eine Kontrolle von Natur und
natürlichen Prozes-sen abzielen. Dies trifft auf Reinräume
in den Produktionsstätten der Mikroelektronik ebenso zu
wie auf die Überlebenstechniken in Polarstationen oder
ABC-Panzern. Ob Treibhäuser, Plantagen, Parkland¬schaften
oder Systeme des Hochwasserschutzes, sie alle basieren auf
einer historisch gesehen zunehmenden Techni¬sierung von
natürlichen Umwelten.

Ziel der Jahrestagung der gtg 2017 ist es, historische
Prozesse zu untersuchen, die der Be-herrschung, Gestaltung
und Erschaffung von natürlichen und künstlichen Umwelten
sowie der Eroberung und Erschließung extremer oder
künstlicher Lebensräume dienen. Staudäm-me als Mittel der
Regulierung, Agrotechniken, die durch Imitation oder
Integration natürlicher Prozesse Produktivität erhöhen
sowie Labore oder Raumfähren, die technisch kontrollierte
Umwelten gestalten, sind nur einige Beispiele. Zuletzt
sind mit virtuellen Welten und „aug-mented realities“
sowie Biofakten neue Phänomene zu beobachten, bei denen
Technisie-rungsprozesse nicht nur Ansprüche auf
Beherrschung, sondern auch die Schaffung alternati-ver und
hybrider Naturen zu versprechen scheinen. Die Grenzen von
Natur und Technik werden so zunehmend in Frage gestellt
und neu definiert. Diese Technisierungsprozesse sind nicht
nur als reine Erfolgsgeschichten zu beschreiben. Gerade
auch das Scheitern und die Grenzen der Technik und ihrer
Durchsetzbarkeit sind von besonderem Interesse, z. B.
nicht-intendierte Nebenfolgen von großräumigen Eingriffen
in die Natur, wissenschaftliche und öf-fentliche Debatten
um risikoreiche Großtechnologien, aber auch „blinde
Flecken“ von Pla-nungseuphorie und technischen
Machbarkeitsphantasien.

Die Gesellschaft für Technikgeschichte ruft zur Einsendung
von Abstracts (max. 400 Worte) und CV zur Jahrestagung am
19. bis 21. Mai 2017 an der TU Braunschweig auf.
Vorschläge zu vollständigen Sektionen sind ausdrücklich
erwünscht, aber auch Einzelbeiträge willkom-men.
Vorschläge sind bis zum 16. Januar 2017 erbeten an:
gtg2017@tu-bs.de

Mögliche Themenfelder umfassen u.a.:

Virtuelle Räume, „Augmented Realities“
Die Geschichte von Computertechnologien ist, etwa in ihren
technik-, wissenschafts- und alltagshistorischen
Dimensionen, in den vergangenen Jahren verstärkt ins
Zentrum der ge-schichtswissenschaftlichen Forschung
gerückt. Für die Jahrestagung der gtg werden in die-sem
Zusammenhang Fragen danach relevant, wie die
Digitalisierung der Lebens- und Ar-beitswelt vonstatten
ging, mit welchen Bildern, Symboliken, Visionen und
Wahrnehmungswei-sen sie verbunden war. Zu Fragen wäre etwa
nach den Kontinuitäten und Brüchen, wenn historische
Panoramen und Dioramen durch digitale virtuelle Räume
abgelöst werden.

Der erste Transistor

IFIP Working Group 9.7 Konferenz: Internationale Entwicklergemeinschaften

Welchen Einfluss hatten internationale Entwicklergemeinschaften auf die Architektur und Proliferation von Informationstechnologie? Zu dieser Frage begann am Mittwoch, 26.05.2016, in New York eine Konferenz der International Federation for Information Processing (IFIP). Die IFIP Arbeitsgruppe 9.7 hat sich seit vielen Jahren der Digitalgeschichte verschrieben und vereint im „Big Apple“ zahlreiche Größen des Fachs.

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Michael Müller eröffnet "The Digital Future"

The making of myth in the Digital Age

Wie historische Mythen entstehen: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ruft Berlin als den Geburtsort des Digitalen Zeitalters aus. Man kann förmlich dabei zusehen, wie auf dem Symposium „The Digital Future“ eine Gründungsgeschichte  geschrieben wird, die Orientierung und Sinn stiften soll. Vor 75 Jahren stellte hier Konrad Zuse seinen Z3 Computer fertig. Aber macht das schon das Digitale Zeitalter aus? 

 

Foto: Martin Schmitt

VCFe in München

An diesem Wochenende findet in München das 17. Vintage Computing Festival Europe statt. Vom 30. April – 1. Mai gibt es dort die Möglichkeit, alte Computerhardware zu entdecken, mit deren Entwicklern ins Gespräch zu kommen und sich über historische Software auszutauschen. Schwerpunkt Thema ist diesmal „Computer als Beruf(ung)“. Unter anderem wird Stefan Höltgen einen Vortrag zur Medialität des Computers halten und Dirk Kahnert zeigen, wie sich ein Betriebssystem auf den alten DDR-Kleinrechner  KC 85 portieren lässt.

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