Workshop „Home Computer Subcultures and Society Before the Internet Age“


Mit den Heimcomputern entwickelten sich weltweit Computer-Subkulturen, die auf die Verbreitung, Nutzung und auch Entwicklung von Computertechnologie einwirkten. Am 24. und 25. März findet nun in Zürich ein Workshop zu diesen Subkulturen der Computernutzung statt.

Gleb J. Albert (Universität Zürich), Markku Reunanen (Aalto Universität, Helsinki) und Julia Erdogan (ZZF Potsdam) haben zahlreiche internationale Forscher geladen, sich über die gesellschaftliche Dimension der subkulturellen Computernutzung auszutauschen und Perspektiven und Stand der Forschung aufzuzeigen. Der Workshop liefert einen breiten Blick, sowohl auf die Geschichte in verschiedenen Ländern, als auch auf verschiedene Computerkulturen selbst. Wie entstanden beispielsweise subkulturelle Computergruppen in Griechenland? Welche Rolle spielten Mailboxen in Finnland, Deutschland, den USA oder der Schweiz? Und wie verhielt es sich mit Computerfreaks im Osten Europas?
Das ganze Programm ist bereits bei hsozkult zu finden: http://www.hsozkult.de/event/id/termine-33330?title=home-computer-subcultures-and-society-before-the-internet-age&recno=3&q=&sort=&fq=&total=838

Interessenten können sich bis zum 22. März bei Gleb Albert anmelden: gleb.albert@uzh.ch

Bild: Commodore 64 (Source = Bill Bertram |Date = Created 8 June, 2005 |Author = Bill Bertram |Permission = Cc-by-2.0)

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Abschlusstagung: „Wege in die digitale Gesellschaft. Computer und Gesellschaftswandel seit den 1950er Jahren“, 30.-31. März 2017, Potsdam

Welche Verbindung gab es zwischen digitalem und sozialem Wandel in Deutschland zwischen 1950-1990? Diese Frage stand von Beginn an im Mittelpunkt unseres von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Forschungsprojektes. Nach zweieinhalb Jahren Projektlaufzeit ist nun der Moment gekommen, die Ergebnisse unserer Untersuchungen mit der breiten Fachöffentlichkeit zu diskutieren. Hierzu laden wir herzlich vom 30.-31. März 2017 an das ZZF Potsdam. Das vollständige Programm:

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Server und Kabel als unsichtbare Infrastruktur des Digitalen Zeitalters. Die Installation "XXXX.XXX“ von Addie Wagenknecht auf der Transmediale 2017 in Berlin. Foto: Martin Schmitt

30 Jahre Transmediale – immer noch flüchtig? Ein Bericht von dem Berliner Medienkunst-Festival.

Die Transmediale feiert ihr dreißigstes Jubiläum. Was als kleiner Ableger der Berlinale 1988 begann, hat sich inzwischen als Festival für digitale Kultur fest in Europa etabliert. KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen und Medienschaffende kamen vom 2. bis 5. Februar 2017 zum dreißigsten Mal im Haus der Kulturen der Welt in Berlin zusammen, diesmal um über die langfristigen Auswirkungen des Medienwandels im Digitalen Zeitalter zu reflektieren. Von Martin Schmitt

Zum Artikel „30 Jahre Transmediale – immer noch flüchtig?“ auf Zeitgeschichte-Online.

Neu erschienen: Martin Schmitt – The Code of Banking

Oftmals werden wir auf Konferenzen gefragt, ob wir denn schon etwas aus dem Computerisierungs-Projekt veröffentlicht haben, auf dass man sich beziehen könne. Neben dem 2012 erschienen Heft in den Zeithistorischen Forschungen zur Geschichte der Informationsgesellschaft verweisen wir immer auf den programmatischen Artikel von Jürgen Danyel und Annette Schuhmann im Sammelband „Geteilte Geschichte„. Diese Woche kam nun ein weiterer Artikel hinzu, in dem unser Projektmitarbeiter Martin Schmitt den Schwerpunkt seiner Arbeit angeht: Software in Banken. Der Titel des Artikels lautet: „The Code of Banking. Software as the Digitalization of German Savings Banks

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Martin Schmitt vor seinem Poster

Martin Schmitt gewinnt zweiten Preis des Doktorandenforums auf dem Historikertag

Beim Posterwettbewerb des Doktorandenforums auf dem 51. Deutschen Historikertag belegte unser Projektmitarbeiter und ZZF-Nachwuchswissenschaftler Martin Schmitt den 2. Platz. Rund 50 Promotionsprojekte wurden im Rahmen des Doktorandenforums ausgestellt.

Martin Schmitt bekommt den 2. Preis des Doktorandenforums auf dem 51. Deutschen Historikertag überreicht.

Martin Schmitt bekommt den 2. Preis des Doktorandenforums auf dem 51. Deutschen Historikertag überreicht. Foto: Frank Bösch

Prämiert wurden das Poster und die Präsentation von Martin Schmitt, der am ZZF Potsdam zum Thema „Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft. Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie in den Sparkassen der BRD und der DDR“ promoviert. Die Jury hob lobend hervor, dass es Martin Schmitt mit seinem Poster gelungen sei, ein komplexes Thema wie die Digitalisierung der Kreditwirtschaft auf einfache und anschauliche Art auszudrücken. Das Poster verdeutliche dabei die Träume wie Paradoxien einer bargeldlosen Gesellschaft sowohl in der BRD als auch in der DDR, die kurz vor ihrem Ende innerhalb von 15 Jahren das Bargeld vollständig abschaffen wollten.

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Computerisierung auf dem Historikertag

Auf dem 51. Deutschen Historikertag in Hamburg ist unser Projekt gleich zwei Mal vertreten. Zum einen mit einem eigenen Panel unter Leitung von Frank Bösch am Donnerstagmorgen von 9-11 Uhr zum Thema „WEGE IN DIE COMPUTERGESELLSCHAFT. FOLGEN DIGITALER DATENERFASSUNG SEIT DEN 1950ER JAHREN“. Das Panel findet in Raum HWF-121 Hauptgebäude Westflügel statt. Zum anderen nimmt Projektmitarbeiter Martin Schmitt mit einem eigenen Poster zur „Digitalisierung der Kreditwirtschaft“ am diesjährigen Doktorandenforum

Neu erschienen: Martin Schmitt – Internet im Kalten Krieg

Die Geschichte des Internet erfuhr in den vergangenen Jahren immer wieder prominent Aufmerksamkeit.  Vergangene Woche erschien nun erste Publikation unseres Projektmitarbeiters Martin Schmitt, „Internet im Kalten Krieg“. In dem Buch widmet sich Martin Schmitt der Frage, wie das ARPANET und später das Internet als kybernetische Systeme im Kalten Krieg entwickelt wurden. Das Buch erscheint bei Transcript, hat 250 Seiten und kostet 29,99 Euro.

Titelbild "Internet im Kalten Krieg"

An dieser Stelle berichteten wir bereits einige Male über die Geschichte des Internet. Letzte Woche war es dann soweit: Die Monographie „Internet im Kalten Krieg. Eine Vorgeschichte des globalen Kommunikationsnetzes“ erschien nach umfangreicher Vorarbeit im Transcript-Verlag. Ein Auszug aus dem Klappentext:

Das Internet ist das dominante Kommunikationsmedium des 21. Jahrhunderts. Nicht zuletzt die Ereignisse um die Enthüllungen von Edward Snowden haben gezeigt, dass es sich zu einem Netzwerk der Freiheit wie auch der Überwachung entwickelt hat.
Wo aber liegen seine Ursprünge? Martin Schmitt bietet eine dringend notwendige Neueinordnung der Geschichte des Internet, indem er dessen Entstehung in den USA von 1967-1975 historisiert. Er verdeutlicht, wie das Internet als kybernetisches System im Kalten Krieg zwischen Gegenkultur, Wissenschaft und Militär konzipiert wurde und dass es von Anfang an sowohl emanzipatorische wie auch überwachende Tendenzen bediente.

Zur Verlagsseite: Martin Schmitt – Internet im Kalten Krieg.

Der erste Transistor

IFIP Working Group 9.7 Konferenz: Internationale Entwicklergemeinschaften

Welchen Einfluss hatten internationale Entwicklergemeinschaften auf die Architektur und Proliferation von Informationstechnologie? Zu dieser Frage begann am Mittwoch, 26.05.2016, in New York eine Konferenz der International Federation for Information Processing (IFIP). Die IFIP Arbeitsgruppe 9.7 hat sich seit vielen Jahren der Digitalgeschichte verschrieben und vereint im „Big Apple“ zahlreiche Größen des Fachs.

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Michael Müller eröffnet "The Digital Future"

The making of myth in the Digital Age

Wie historische Mythen entstehen: Der Regierende Bürgermeister Michael Müller ruft Berlin als den Geburtsort des Digitalen Zeitalters aus. Man kann förmlich dabei zusehen, wie auf dem Symposium „The Digital Future“ eine Gründungsgeschichte  geschrieben wird, die Orientierung und Sinn stiften soll. Vor 75 Jahren stellte hier Konrad Zuse seinen Z3 Computer fertig. Aber macht das schon das Digitale Zeitalter aus? 

 

Foto: Martin Schmitt